Entdecken Sie unseren E-Shop und unseren digitalen Katalog mit über 40.000 Designprodukten.
Zum online ShopBack to work | Erhalten Sie 15% Rabatt bei Bestellungen ab 680€ mit dem Coupon BTW15
Für diejenigen, die zwischen Training und häufigen Reisen leben, ist das Zuhause nie nur ein Ort zum Wohnen. Es wird zu einem Punkt der Rückkehr – ein Raum, in dem Zeit wieder eine persönlichere Dimension annimmt und der Alltag in ruhigerem Rhythmus stattfinden kann.
In einem historischen Palazzo in Umbrien nimmt das erste gemeinsame Zuhause von Myriam Sylla und Alessandro Cappelletti Gestalt an. Ein Wohnprojekt, das aus dem Bedürfnis entstanden ist, einen beständigen Ort zu schaffen, der gemeinsame Momente und notwendige Pausen aufnehmen kann.
Für Myriam entsteht die Idee von Zuhause genau aus diesem Bedürfnis: einen Raum zu gestalten, in dem das Leben sich auf natürliche Weise entfalten kann – durch klare Entscheidungen, natürliches Licht und Materialien, die auf Dauer angelegt sind.
Das Projekt, kuratiert von der Architektin Maria Clotilde Pismataro und ergänzt durch eine von Mohd ausgewählte Möblierung, arbeitet mit der bestehenden Struktur, bewahrt deren charakteristische Merkmale und definiert die interne Raumaufteilung neu. So entsteht ein zusammenhängender Raum, der auf den Alltag ausgerichtet ist – gemeinsam genutzt auch mit ihrem Hund Kobe.
Interview auf Italienisch geführt – deutsche Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung.

„Für mich bedeutet es alles, einen Ort zu haben, den ich Zuhause nennen kann. Es ist mein sicherer Rückzugsort, an dem ich weiß, dass ich die wichtigsten Menschen meines Lebens finde – Alessandro und Kobe.
Es ist der Ort, an dem meine Familie zusammenkommt, gemeinsam wächst und an dem ich einfach Myriam sein kann – nicht unbedingt die Sportlerin, die ich jeden Tag bin.“
Aus Myriams Worten entsteht ein sehr persönliches Verständnis von Zuhause. Kein repräsentativer Ort, sondern ein Raum, in dem man sich wiederfindet und in dem der Alltag durch einfache, wiederkehrende Gesten Gestalt annimmt.

Bereits in den frühen Phasen wurde das Projekt als ein Raum gedacht, der Momente des Innehaltens aufnehmen kann.
„Der Wunsch war es, einen Ort zu schaffen, an den man zurückkehren kann … dieses Zuhause wurde als eine Art Nest gedacht.“

Der Eingriff arbeitet mit der bestehenden Struktur, bewahrt deren architektonischen Charakter und greift gleichzeitig in die Raumaufteilung ein. Der ursprünglich unterteilte Wohnbereich wird wieder zu einem einzigen, offenen Raum zusammengeführt und in Beziehung zu den Kassettendecken gesetzt. Diese Entscheidung verleiht dem Wohnbereich Kontinuität und neue Zentralität und macht ihn zum Mittelpunkt des Hauses.
Natürliches Licht durchzieht die Räume gleichmäßig, unterstützt durch Öffnungen und großzügige Raumhöhen. Auch auf materieller Ebene spielt Kontinuität eine zentrale Rolle: Ein Eichenparkett zieht sich durch die gesamte Wohnung und setzt sich in Küche und Bädern fort.

„Wir haben uns für breite Eichenholzdielen entschieden, um eine visuelle und materielle Kontinuität in der gesamten Wohnung zu schaffen. Die großen Raumhöhen verstärken das natürliche Licht zusätzlich.“
Eine Entscheidung, die zu einem zusammenhängenden Raumgefüge beiträgt, ohne Brüche zwischen den einzelnen Funktionen.

Im Wohnbereich findet das Zuhause seinen Mittelpunkt. Hier konzentrieren sich die wiederkehrenden Momente des Tages, insbesondere am Abend.
„Der Abend ist mein liebster Moment: Der Tag geht zu Ende, und man ist in Sicherheit bei den Menschen, die einem wichtig sind.“

Der Raum entfaltet sich als zusammenhängendes Ganzes, das Bewegungsfreiheit ermöglicht und Beziehungen zwischen den einzelnen Bereichen fördert. Tische und Einrichtungselemente fügen sich mit ausgewogenen Proportionen ein, ohne die räumliche Einheit zu unterbrechen.
Das Lichtkonzept, das aus mehreren Lichtquellen besteht, trägt dazu bei, in den Abendstunden eine ruhigere, intimere Atmosphäre zu schaffen und den Übergang vom funktionalen Alltag zu einer häuslicheren Dimension zu begleiten.
„Die Stärke dieses Projekts liegt im ausgewogenen Kontrast zwischen den Möbeln, dem Licht und der historischen Hülle, die sie aufnimmt.
Es gibt ein Wechselspiel zwischen glänzenden und matten Oberflächen, Stoffen und Leder. Die Farbwahl bewegt sich in warmen Erdtönen.
Das Licht im ganzen Haus ist warm, mit vielen Tisch- und Stehleuchten, um je nach Situation unterschiedliche Lichtstimmungen zu schaffen.“

Die Küche ist vom Wohnbereich getrennt, bleibt jedoch mit ihm verbunden und ist in zwei Zonen organisiert: eine funktionale Wand und eine zentrale Insel.
„Die Küche wurde als eigenständiger Raum konzipiert, steht aber in Kontinuität mit dem Wohnbereich. Sie ist in zwei Bereiche gegliedert: eine funktionale Wand mit Edelstahl-Arbeitsfläche und eine Insel mit großzügiger Arbeitsplatte, in die der Kochbereich integriert ist. Die Insel wird so zum Treffpunkt im Alltag.“
Ein Raum, der auf die tägliche Nutzung ausgerichtet ist, in dem Zubereitung und gemeinsames Erleben zusammenkommen. Klare Oberflächen und reduzierte Materialien machen ihn langlebig und praktisch.
„Über der Arbeitsfläche sorgt eine Leuchte mit starkem Charakter für Licht: die Lampe de Marseille von Le Corbusier, die zeitlose Gestaltung mit funktionaler Flexibilität verbindet.“

Der Einzug markiert einen klaren und emotionalen Moment.
„Den fertigen Raum zu sehen, war wie die Verwirklichung eines Traums, den wir lange geplant und uns gewünscht haben. Es war sehr bewegend, die Wohnung zu betreten und eine weihnachtliche Atmosphäre vorzufinden – nach so vielen Jahren ohne Weihnachten zu Hause.“
Der Einzug, der an Heiligabend stattfand, markiert den Beginn eines neuen häuslichen Kapitels.
Die Wohnung definiert sich letztlich durch die Art, wie sie bewohnt wird. Auch Kobe, ihr Hund, der später dazukam, hat sich sofort in den Räumen zurechtgefunden.
„Wir haben uns darin wiedergefunden, als würden wir schon immer hier leben.“

Zwischen der Bewahrung der bestehenden Struktur und gezielten Entscheidungen zu Raumaufteilung und Einrichtung entsteht ein kohärenter Raum, der darauf ausgelegt ist, den Alltag langfristig zu begleiten.
Wir planen Räume, wir finden Lösungen, wir gestalten Umgebungen, die Bestand haben. Erfahren Sie mehr über unseren Design-Service und wie wir Sie dabei unterstützen können.