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Architektur der Stille: ein Fachbüro zwischen historischer Erinnerung und Gegenwart

Architektur der Stille: ein Fachbüro zwischen historischer Erinnerung und Gegenwart

Im Quadrilatero del Silenzio, zwischen Alleen und Architekturen aus dem frühen 20. Jahrhundert in Mailand, entsteht ein Interior-Design-Projekt für ein Fachbüro in einem Gebäude mit starker Identität.

Architektur der Stille: ein Fachbüro zwischen historischer Erinnerung und Gegenwart
Erstellungsjahr
2025
Erstellungsort
Mailand
Innenarchitekt
Flavia M. Petricca
Styling
FMP Interior Design
Unser Service
Möbellieferung
Bilder
Lorenzo Bacci
Status
Zugestellt

Ein urbaner und architektonischer Kontext, in dem die Zeit lesbare, mehrschichtige Spuren hinterlassen hat und der die Erinnerung an den Ort diskret prägt.





Die Projektarbeit von Flavia Martina Petricca beginnt genau hier: mit der präzisen Erkennung des architektonischen und materiellen Wertes des Gebäudes.

Die Marmorsäulen und historischen Stuckarbeiten, die Decken und Wände zieren, werden als feste Bezugspunkte im Raum erhalten, als Spuren einer Vergangenheit, die zur tragenden Struktur der Erzählung wird.





Die geometrischen Mosaike, die auf die Tradition des frühen 20. Jahrhunderts zurückgehen und mit größter Sorgfalt wieder ans Licht gebracht wurden, weisen Farbabweichungen und leichte Unregelmäßigkeiten auf, die durch das Material von der Zeit erzählen.

Daneben wurde das Parkett nach einem traditionellen Muster rekonstruiert, wodurch eine durchgehende, ausgewogene Fläche entstand, die sich durch alle Räume zieht.





Die Koexistenz der beiden Bodenbeläge schafft einen Dialog aus kontrollierten Kontrasten: Der grafischen Dichte des Mosaiks entspricht die Maßhaftigkeit des Holzes, der dekorativen Komplexität eine regelmäßigere Struktur, die für Weite und Kontinuität sorgt.

Das Ergebnis ist ein ausgewogenes Gleichgewicht, in dem jedes Material innerhalb eines kohärenten Systems seine eigene Stimme behält.





Innerhalb dieser architektonischen Anlage mit starker historischer Identität tritt die Modernität der Einrichtung als bewusstes Element der Diskontinuität hervor.

Skulpturale Tische aus Marmor und Glas, Stühle mit essentiellen Konturen, Metallbehälter und reflektierende Oberflächen führen eine neue Grammatik ein, die sich durch Präzision, Funktionalität und formale Kontrolle auszeichnet. Viele Elemente wurden maßgeschneidert, um historische Dokumentensammlungen aufzunehmen, die hier über ihre rein archivarische Funktion hinausgehen und farbige Akzente setzen, die die Neutralität der Farbpalette durchbrechen und zu einer vielschichtigen visuellen Komposition beitragen.



Die Räume gehen fließend ineinander über, unterbrochen von Schwellen, Öffnungen und Kulissen, die immer wieder neue Ausblicke bieten. Die Arbeitsbereiche, von den Besprechungsräumen bis hin zu den Empfangsbereichen, erhalten so einen ganz neuen Charakter. Sie sind keine klassischen Büros, sondern Orte, wo das Operative mit dem Kulturellen und Symbolischen zusammenkommt. Die Glastrennwände begrenzen die privaten Arbeitsbereiche, ohne die visuelle Kontinuität zu stören, und lassen natürliches Licht durch die Räume strömen, sodass ein einheitliches Raumgefühl bleibt. Diese Wahl setzt auf Transparenz, vermeidet strenge Unterteilungen und vermittelt ein Gefühl von kontrollierter Offenheit.





Die Auswahl der Materialien und Oberflächen trägt zu einem raffinierten Sinneserlebnis bei. Stoffe, Hölzer, Metalle und taktile Oberflächen stehen in einem dezenten Dialog miteinander und bieten eine Wahrnehmungsvielfalt, die sich eher im Detail als in offensichtlichen Gesten zeigt. Auch das künstliche Licht folgt diesem Prinzip: Nie im Vordergrund, nie aufdringlich. Die Beleuchtung begleitet die Architektur, unterstreicht ihre Proportionen und lässt die Materialien und das natürliche Licht die Atmosphäre bestimmen.



Besonderes Augenmerk wird auf den akustischen Komfort und die sensorische Qualität der Räume gelegt. Schallabsorbierende Vorhänge, Teppiche und weiche Oberflächen tragen dazu bei, gedämpfte Räume zu schaffen, die die Konzentration und das tägliche Wohlbefinden fördern sollen.





Das Ergebnis ist ein Fachbüro, das den Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart mit großer Ausgewogenheit interpretiert. Ein Ort, an dem die Architektur des frühen 20. Jahrhunderts nicht musealisiert, sondern durch ein bewusstes Projekt aktualisiert wird, das den Wert der Vergangenheit zu lesen versteht und ihn in eine neue Idee von Arbeitsraum übersetzt.

Ein Projekt, das zeigt, wie Design, wenn es von Sensibilität und Strenge geleitet wird, intensive, ausgewogene und zutiefst kohärente Umgebungen schaffen kann, die sich in ihren Kontext einfügen.

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