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Eine Madrider Residenz, die rund um das Motiv des Fischgräts entwickelt wurde: jenes des Steinparketts, das sich als verbindendes Element durch sämtliche Räume zieht, und jenes einer räumlichen Komposition, die Sequenzen statt einzelner Zimmer entstehen lässt.
Mohd verantwortet das Projekt in seiner Gesamtheit – von der Definition der Räume bis hin zur Auswahl und Verlegung jedes einzelnen Elements: ein integrierter Planungsansatz, bei dem Innenarchitektur, Materialwahl und technische Koordination Teil einer einzigen gestalterischen Regie werden.

Der Eingangsbereich definiert unmittelbar die Sprache des Projekts: neutrale Oberflächen, integrierte Nischen, raumhohe Türen und keinerlei autonome Dekorelemente.
Der Fischgrätboden aus Stein ist kein bloßer Belag, sondern eine räumliche Grammatik, die sich ohne Unterbrechung durch Wohn-, Ess- und Schlafbereiche zieht und Räume mit sehr unterschiedlichem Charakter miteinander verbindet.

Die Materialität spielt eine zentrale Rolle bei der Definition der Atmosphäre der Residenz. Naturstein, gealtertes Messing, matte Lackoberflächen, geräucherte Eiche, strukturierte Wandverkleidungen und weiche Textilien schaffen eine vielschichtige und zugleich kohärente Palette, in der jedes Finish zu einem Gefühl von Tiefe und räumlicher Kontinuität beiträgt. Von der mineralischen Intensität des Pietra d’Avola und des Rosso-Levanto-Marmors bis hin zur wärmeren Präsenz von Holz und Metall werden Materialien nicht als dekorative Akzente eingesetzt, sondern als architektonische Elemente, die die Wahrnehmung des Raumes strukturieren.

Der Wohnbereich entsteht durch die Überlagerung unterschiedlicher Texturen: Bouclé, langflorige Stoffe, Stein, Glas und Holz. Die Farbpalette bewegt sich innerhalb eines warmen, pudrigen Spektrums, akzentuiert durch materielle Elemente wie das gealterte Messing des Kaminportals und den skulpturalen Sockel des Tisches im Eingangsbereich, die Tiefe schaffen, ohne das chromatische Gleichgewicht zu unterbrechen.
Im ersten Entwurf dieses sich noch entwickelnden Projekts markierte ein mehrstufiger skulpturaler Kronleuchter einen möglichen visuellen Mittelpunkt des Raumes und verstärkte dessen szenografische Wirkung.

Im Dining-Bereich wird der mit burniertem Messing verkleidete Kamin zu einem architektonischen Element statt zu einem dekorativen Detail: Er definiert eine Seite des Raumes und bestimmt die visuelle Hierarchie des gesamten Ambientes.
Tisch, Sitzmöbel und runder Teppich ordnen sich mit beinahe kompositorischer Präzision um diese Achse an.

Das Master Bedroom arbeitet mit dem Prinzip der Reduktion: Wandverkleidungen aus Naturfaser, schwebende Regale und streifendes Licht.
Kein technisches Element bleibt sichtbar. Die Architektur löst sich in Atmosphäre auf.

Die Badezimmer bilden den identitätsstärksten Ausdruck des Projekts: vier Räume, vier eigenständige materielle Variationen.
Das Masterbad setzt auf im Fischgrät verlegte Pietra d’Avola, kombiniert mit einer Wandplatte aus Silk Georgette und einer freistehenden Badewanne, die als isoliertes skulpturales Volumen gedacht ist.

Die weiteren Badezimmer entwickeln jeweils eigene Ausdrucksformen – von mineralischem Weiß bis Ziegelrot, von dreidimensionalen Texturen bis hin zu geometrischen CNC-gefrästen Steinmustern – und schaffen so jeweils eine eigenständige Wahrnehmungsidentität innerhalb derselben architektonischen Sprache.

The kitchen concludes the project with the same coherence: a monolithic island with a Rosso Levanto marble countertop, matte pewter finishes, smoked oak drawers, and integrated, invisible technical systems. A functional space treated with the same care reserved for the home’s representative areas.
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