Spring Days | Verwenden Sie die Gutscheine SPRING15, um 15%, azu erhalten, ab 480€ und SPRING20, um 20% zu erhalten, ab 4800€

Maison & Objet 2026: Wenn die Vergangenheit zur Materie der Zukunft wird

16. Januar 2026

Pulpo Maison&Objet 2026 New Industrial Art Collection

In Paris blickt Design zurück, um neue Sprachen zu formen – zwischen Erinnerung, Material und Projekt

Januar 2026. Maison & Objet kehrt nach Paris zurück und präsentiert ein Thema, das weniger als Leitmotiv denn als klare Haltung gelesen werden kann: Past Reveals Future. Keine Nostalgie, sondern projektbewusste Reflexion. Archetypische Formen, handwerkliche Gesten und industrielle Vermächtnisse werden neu aktiviert – durch weiterentwickelte Materialien, zurückhaltende Technologien und zeitgemäße Nutzungsformen.

Das Ergebnis ist eine Messe, die sich entlang einer Linie von Kontinuität und Transformation bewegt. Design wird nicht als Dekoration verstanden, sondern als Mittel zur Sinnstiftung. Räume entstehen, die auf Dauer angelegt sind, die genutzt und erlebt werden wollen – zwischen anspruchsvollen Interieurs und Außenbereichen, die im zeitgenössischen Wohnen eine immer zentralere Rolle einnehmen.

Neue Designtrajektorien zwischen Form, Material und Funktion

Zu den prägenden Akteuren der Ausgabe 2026 zählt Pulpo, das seine Forschung zum gegossenen Glas mit der Kollektion Industrial Art sowie den Alwa Square-Tischen von Sebastian Herkner weiterführt. Material wird hier zur Struktur: visuelle Schwere verwandelt sich in architektonisches Gleichgewicht und formt Objekte von klarer Präsenz und stiller Kraft.

Pulpo Maison&Objet 2026 New Industrial Art Collection
Pulpo Maison&Objet 2026 New Industrial Art Collection

Einen stärker kuratorischen Ansatz verfolgt Serax mit Carte Blanche Dinnerware – einer transversalen Kollektion, die Funktion und künstlerische Geste verbindet und sich frei zwischen Tischkultur und Interior-Objekt bewegt. Ein Projekt, das Konventionen auflöst und dem Alltäglichen neue Ausdrucksmöglichkeiten verleiht.

Serax Carte Blanche Teekanne
Serax Carte Blanche Karaffe
Serax Carte Blanche Teatasse
Serax Carte Blanche Espressotasse
Serax Carte Blanche Espressotasse und Untertasse
Serax Carte Blanche Cappuccino-Tasse und Untertasse

Für 2026 feiert Dooq sein Debüt bei Maison & Objet mit Mosaico, einem modularen Polstersystem von Studiopepe. Das Projekt basiert auf dem Dialog zwischen soliden Basen und weichen Volumen, sichtbaren Holzverbindungen und architektonisch geprägten Formen – eine Komposition aus Struktur und Komfort.

Giorgetti interpretiert den Sessel Progetti in einer Special Edition neu, in der zeitgenössische Oberflächen und personalisierbare Details eine Designikone behutsam aktualisieren. Kontinuität ersetzt den Bruch, Präzision tritt an die Stelle des Effekts.

Giorgetti Maison&Objet 2026 Mosaico

Auch Porada nutzt Paris, um eine Haltung zu bekräftigen, die auf Massivholz, ausgewogene Proportionen und eine zeitlose Ästhetik setzt – getragen von Beständigkeit statt Trendlogik.

Oberflächen, Licht und Objekte als gestalterische Statements

Materialexperimente finden bei Zieta eine ihrer markantesten Ausdrucksformen. Die fortlaufende Erforschung von aufgeblasenem Stahl führt zu spiegelnden, nahezu organischen Oberflächen, die Spiegel und Objekte in skulpturale Präsenz verwandeln.

Zieta Chippensteel
Zieta Plopp Hocker Mini Hocker aus Edelstahl

Aus Nordeuropa präsentiert 101 Copenhagen eine neue Kollektion, die auf ein stilles Gleichgewicht zwischen warmen, erdigen Tönen und spiegelndem Chrom setzt. Hier trifft die Tiefe natürlicher Farbwelten auf die Klarheit zeitgenössischen Lichts.

Mit Ollo führt Bomma eine tragbare Leuchte ein, die Glas in einen leuchtenden Mikrokosmos verwandelt: Ein Ring aus gegossenem Glas, durchzogen von schwebenden Blasen wie ferne Sterne, entworfen, um sich Raum und Stimmung gleichermaßen anzupassen.

Bomma Ollo Tragbare Lampe

Seletti interpretiert mit der BIC® Lamp von Mario Paroli den ikonischen BIC® Cristal im Maßstab 12:1 neu. Ein universeller Alltagsgegenstand wird durch präzise Materialübersetzung zu einem Lichtobjekt mit hohem Wiedererkennungswert – erhältlich als Steh-, Pendel- oder Wandleuchte.

Neben stark materialbetonten Oberflächen präsentiert Nobodinoz mit Noon eine essentielle, architektonisch geprägte Möbelkollektion. Kompakte Volumen, klare Geometrien sowie der zurückhaltende Einsatz von Holz und Farbe definieren ein vielseitiges System zur strukturierten Gestaltung des Wohnraums.

Nobodinoz Kollektion Noon

Im Textilbereich stärkt Gan den Dialog zwischen Handwerk und zeitgenössischem Design. Besonders hervorzuheben ist Botanica von Bodo Sperlein: eine Kollektion dreidimensionaler Teppiche, die biophile Bildwelten durch unterschiedliche Florhöhen, Farbnuancen und handgetuftete Techniken übersetzt.

Outdoor Design: Leben im Freien als natürliche Erweiterung des Interieurs

Die Ausgabe 2026 bestätigt eine inzwischen strukturelle Entwicklung: Outdoor Design ist kein separates Segment mehr, sondern eine selbstverständliche Verlängerung des Interior Designs. Komfort, Modularität und Widerstandsfähigkeit verbinden sich mit einer zunehmend kultivierten Ästhetik.

Unopiù präsentiert Salò, eine vom Gardasee inspirierte Kollektion, in der weiche Linien und leistungsfähige Materialien in einen harmonischen Dialog mit der Landschaft treten.

Talenti setzt die Forschung zum offenen Wohnen fort und zeigt neue Lösungen, die Flexibilität und zeitgenössische Lebensstile in den Mittelpunkt stellen.

Mit architektonischem Blick und mediterraner Sensibilität stellt GandiaBlasco seinen Katalog 2026 vor, in dem Innen- und Außenräume fließend ineinandergreifen.

Den Kreis schließen Vondom, an der Schnittstelle von Technologie und Nachhaltigkeit, sowie Ethimo mit neuen Entwürfen, die Eleganz, Materialität und Alltagstauglichkeit in Balance halten.

Ein Blick nach vorn

Maison & Objet 2026 bestätigt sich als Plattform der Vision, weit mehr als als reine Bühne für Neuheiten. Die Vergangenheit wird hier nicht zitiert, sondern als Werkzeug genutzt; die Zukunft nicht als Bruch verstanden, sondern als bewusste Weiterentwicklung. Ein Designverständnis, das Projekt, Qualität und die Art, wie wir Räume bewohnen – drinnen wie draußen – erneut ins Zentrum rückt.