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Axia von Lodes: die Leuchte, die das Kabel verschwinden lässt und den Kronleuchter neu interpretiert

27. Mai 2026

Lodes Axia Martinelli Venezia

Im Gespräch mit den Designern Carolina Martinelli und Vittorio Venezia wird deutlich: Axia für Lodes reduziert das Überflüssige und verwandelt den Kronleuchter in eine architektonische Präsenz.

Schlank und beinahe schwerelos definiert Axia die Sprache des zeitgenössischen Kronleuchters durch einen radikalen Akt der Reduktion neu. Die von Martinelli Venezia für Lodes entworfene Pendelleuchte entstand aus einer grundlegenden Frage: Was geschieht mit einem Kronleuchter, wenn das Kabel verschwindet? Aus dieser Intuition entwickelt sich ein Lichtsystem, in dem Struktur und Energie miteinander verschmelzen und Licht zu einem architektonischen Element sowie zu einer räumlichen Beziehung wird.

Axia erscheint wie eine leichte Konstellation, die den Raum mit Balance und Präzision durchzieht. Die feinen, PVD-beschichteten Metallbögen formen eine beinahe orbitale Geometrie, durchzogen von opalinen Glasdiffusoren, die ein weiches und gleichmäßiges Licht verbreiten. Durch den Verzicht auf sichtbare Kabel wird die Struktur nicht länger bloßer Träger, sondern aktiver Bestandteil der Energieübertragung – eine Entscheidung, die das Verhältnis zwischen Licht, Material und Architektur neu definiert.

Lodes Axia Hängelampe

„Uns interessierte es, den Kronleuchter weniger als dekoratives Objekt zu verstehen, sondern vielmehr als lichtvolle Präsenz im Raum“, erklärt Vittorio Venezia. „Indem das sichtbare Kabel entfernt wurde, konnte die Struktur nicht mehr nur Träger des Lichts sein, sondern musste aktiver Teil des elektrischen Systems werden.“

„Mehr als eine Leuchte zu entwerfen, wollten wir eine Lichtverteilung im Raum gestalten“, erzählt Carolina Martinelli. „Für uns war entscheidend, dass Licht nicht als etwas von der Struktur Getrenntes wahrgenommen wird, sondern als Präsenz, die das gesamte Objekt durchdringt.“ Licht beleuchtet hier nicht nur – es schafft Rhythmus, Tiefe und Atmosphäre.

Die szenografische Wirkung von Axia entsteht nicht durch Volumen oder dekorative Effekte, sondern durch die Spannung zwischen Leichtigkeit und Struktur. Selbst ausgeschaltet bewahrt die Leuchte ihre präzise Identität. „Die Struktur scheint beinahe zu verschwinden, sodass vor allem eine Konstellation leuchtender Punkte wahrnehmbar bleibt“, betont Vittorio Venezia. „Eine Präsenz, die sich durch Balance und Leichtigkeit definiert, nicht durch Volumen oder Materialität.“

Als offenes System konzipiert, passt sich Axia sowohl Wohn- als auch Hospitality-Bereichen an und bewahrt dabei formale Kohärenz sowie Flexibilität in der Installation. Ein Licht, das den Raum mit natürlicher Selbstverständlichkeit erfüllt, bis es sich beinahe entmaterialisiert.