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24. April 2026
Nach 25 Jahren kehrt B&B Italia mit einer musealen Inszenierung von Formafantasma zum Salone del Mobile zurück und liest sein Archiv durch neue Kollektionen und zeitgenössische Kooperationen neu.
Die Rückkehr von B&B Italia zum Salone del Mobile 2026 ist keine bloße Teilnahme, sondern eine klare Positionierung. Der Ausstellungsraum, als kuratorisches Instrument gedacht, verbindet Geschichte und neue Perspektiven.
Die von Formafantasma gestaltete Inszenierung entfaltet sich als Abfolge von Räumen, in denen die Produkte nicht isoliert erscheinen, sondern Teil einer übergeordneten Erzählung sind. Neue Indoor- und Outdoor-Kollektionen treten in Dialog mit Re-Editionen und archetypischen Entwürfen und eröffnen einen direkten Austausch zwischen unterschiedlichen Gestaltungsansätzen und Zeitebenen.
Zu den Neuheiten zählt der Tisch Abaco von Ronan Bouroullec, der Gleichgewicht und Proportion in einer reduzierten, fast stillen Präsenz untersucht.
© Paul Tahon
© Paul Tahon
Die Neuauflage des Sessels Nena von Richard Sapper bestätigt Leichtigkeit als präzise technische Konstruktion.
Daneben macht die Chaiselongue Moor von Vincent Van Duysen die Richtung des Projekts deutlich: Struktur wird zu einer durchgehenden Geste, zu einer Linie, die den Körper trägt und definiert und Komfort in eine architektonische Qualität überführt.
Das Projekt setzt sich in der Stadt fort. In der Via Durini eröffnet die Ausstellung B&B Italia „Before & Beyond“, kuratiert von Gianluigi Ricuperati, eine zweite Lesart und spannt einen Bogen über sechzig Jahre Geschichte zwischen Archiv und zukünftigen Visionen. Ikonen wie Up, Le Bambole und Diesis fungieren dabei nicht als Referenzen, sondern als Instrumente zur Interpretation der Gegenwart.
So inszeniert B&B Italia eine kohärente Rückkehr: nicht nostalgisch, sondern als kritische Neuverortung des eigenen Erbes.