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16. April 2026
Installationen, Events und Distrikte der Milan Design Week 2026. Mailand wird zu einem Design-Ökosystem zwischen Erfahrung und gestalterischer Forschung.
Während der Design Week 2026 beschränkt sich Mailand nicht darauf, Veranstaltungen zu beherbergen, sondern wird zu einem offenen System. Der Fuorisalone entfaltet sich als vernetztes Gefüge, in dem Architektur, Licht und Material eine erfahrbare Landschaft formen. Nicht eine Abfolge von Events, sondern ein urbanes Narrativ, in dem sich das Projekt durch Beziehungen, Bewegung und Wahrnehmung entwickelt.
Installationen als erzählerisches Medium
Im Zentrum steht Interior Reflections von Studiopepe für Mohd Officina Milano: ein Raum, der sich durch Blick und Bewegung aktiviert und in dem Reflexionen und Oberflächen eine sensorische Sprache bilden.

Im Palazzo Bovara entfaltet sich Sensory Landscape von Piero Lissoni mit Antonio Perazzi als vielschichtige Komposition aus Licht, Landschaft und Architektur – eher Erfahrung als Ausstellung.

Dekoration wird räumlich
Fornasetti präsentiert mit New Encounters eine zeitgenössische Neuinterpretation seines Archivs. Im Dialog mit cc-tapis wird Dekoration zum räumlichen Element: Der Teppich-Pouf Roll von Sabine Marcelis sowie die gemeinsam entwickelten Wandteppiche formen den Raum, anstatt ihn lediglich zu überziehen.
Wohnarchitektur als Modell
In der Triennale Milano wird das Eames House als weiterhin aktuelles Wohnmodell gelesen – flexibel, offen und anpassungsfähig. Parallel dazu zeigt Rimadesio BECOMING im Palazzo Isimbardi, wo sich Raum durch dynamische, konfigurierbare Elemente neu definiert.
Gestalterisches Gedächtnis und kultureller Austausch
Im Castello Sforzesco reflektiert die Ausstellung zu Gianfranco Frattini die Kontinuität des italienischen Designs.

Ph. Francesco Merlini
In der Fondazione Vico Magistretti eröffnet Vico Magistretti und Japan den Dialog zwischen Kulturen. Doppia Firma 2026 verbindet beide Perspektiven und untersucht das Verhältnis von Design und Handwerk.
Urbane Installationen und Interventionen
Installationen greifen direkt in den Stadtraum ein. Responsive Nature von Elisa Ossino Studio begleitet die Outdoor-Kollektion von Molteni&C durch botanische Szenarien.
Mit Beacon in der Piazza San Babila untersucht Lee Broom die Wahrnehmung des öffentlichen Raums durch Licht.

Neue Projektansätze
Das Thema Be the Project versteht Design als offenen Prozess. Der Fokus verschiebt sich vom Objekt hin zu Beziehungen zwischen Mensch, Raum und Material.
Die Fuorisalone-Distrikte
Mailand entwickelt sich zu einer vielschichtigen Geografie: Brera mit kuratorischem Ansatz, Tortona als Experimentierfeld, Porta Venezia als Erweiterung des urbanen Narrativs. Der Fuorisalone erscheint als vernetztes System statt als zentraler Ort.
Es entsteht kein Nebeneinander von Events, sondern eine kohärente kulturelle Struktur. Der Fuorisalone bestätigt sich als dynamisches System, in dem jeder Beitrag Teil eines größeren Narrativs ist. Mailand wird selbst zum Projekt – ein Raum, in dem Design nicht ausgestellt wird, sondern geschieht.