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Georg Jensen At Play: Silber neu gedacht zwischen Spiel, Natur und Gemeinschaft

25. Juni 2026

Georg Jensen At Play

Bei 3daysofdesign 2026 verwandelt das dänische Traditionshaus Sterlingsilber in einen Auslöser für Begegnungen und bringt Handwerkskunst in einen spielerischen Garten voller Austausch und gemeinsamer Erlebnisse.

In einer Zeit, in der Design zunehmend durch Teilhabe, Gemeinschaft und Erfahrung definiert wird, gewinnt das Spiel als Mittel der Verbindung und Entdeckung neue Bedeutung. Dieses Thema zieht sich durch viele der Installationen von 3daysofdesign 2026 und spiegelt einen grundlegenden Wandel im Verständnis zeitgenössischen Designs wider.

Vor diesem Hintergrund entsteht Georg Jensen At Play, ein interaktiver Garten im Herzen Kopenhagens, in dem Kreativität, Natur und Freude aufeinandertreffen. Das Projekt wurde von Creative Director Paula Gerbase entwickelt und lädt Besucher dazu ein, das charakteristische Material des Hauses – Sterlingsilber – aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

Georg Jensen At Play

Mehr als eine Produktpräsentation beleuchtet die Installation einen oft übersehenen Aspekt von Georg Jensens Vermächtnis: seine lebenslange Faszination für Natur und Entdeckung. Aufgewachsen in einer kleinen Gemeinde nördlich von Kopenhagen, verbrachte Jensen einen großen Teil seiner Kindheit in den Wäldern, wo er die Natur erkundete und kleine Schätze sammelte. Laut Paula Gerbase prägt dieser Entdeckergeist die Identität des Hauses bis heute.

Für 3daysofdesign nimmt diese Geschichte die Form einer fantasievollen Landschaft mit Rasenflächen und Baumreihen an, die Besucher zum Verweilen, Spielen und Austauschen einlädt. Im Mittelpunkt steht eine Reihe neu interpretierter Gartenspiele, die Sterlingsilber in einen unerwarteten Kontext versetzen.

Dazu gehören eine zeitgenössische Version des traditionellen skandinavischen Spiels Kongespil sowie eine elegante Neuinterpretation des Ringwurfs. Gefertigt aus Walnussholz in Kopenhagen, werden die Spiele von Figuren aus Sterlingsilber begleitet, die von den Silberschmieden von Georg Jensen geschaffen wurden: eine sitzende Kröte, eine Libelle und eine Schlange, inspiriert von den Tieren, denen der junge Jensen in der Natur begegnete.

Die spielerische Welt setzt sich in einer Kollektion von Sammlerobjekten und Accessoires fort, darunter ein Mikado-Spiel aus Sterlingsilber, Cocktailspieße mit Tiermotiven, Würfel, eine pfeifenförmige Skulptur in Schneckenform und sogar ein silbernes Jo-Jo. Gemeinsam schlagen diese Objekte einen neuen Umgang mit kostbaren Materialien vor, bei dem Nutzung und Interaktion wichtiger werden als reine Repräsentation.

Die Installation knüpft an Paula Gerbases fortlaufende Untersuchung an, wie Silber heute Teil des Alltags sein kann. Nach der Präsentation in Mailand im vergangenen Jahr, bei der Silber in alltägliche Rituale wie Kaffee- und Eispausen integriert wurde, richtet Georg Jensen den Blick nun auf Freizeit, Spiel und soziale Begegnungen. Ziel ist es nicht, den Wert des Materials zu verändern, sondern seine Relevanz im modernen Leben zu erweitern.

Als Teil eines der wichtigsten internationalen Designereignisse zeigt Georg Jensen At Play exemplarisch, wie sich Design von Produkten hin zu Erlebnissen und von der Betrachtung hin zur aktiven Teilnahme entwickelt. Die Installation demonstriert, wie sich ein historisches Erbe durch Interaktion und Gemeinschaft immer wieder neu interpretieren lässt.