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31. März 2026
Beleuchtungssysteme und schallabsorbierende Oberflächen für Büros, Hospitality und zeitgenössische Architektur.
In zeitgenössischen Innenräumen hängt die Qualität eines Raumes nicht nur vom Licht ab, sondern ebenso davon, wie Klang gestaltet und kontrolliert wird. Open-Space-Büros, Restaurants, gemeinschaftlich genutzte Arbeitsumgebungen und neue Wohnkonfigurationen verlangen zunehmend nach Lösungen, die sowohl Beleuchtung als auch akustischen Komfort berücksichtigen.
In diesem Kontext entwickelt sich die akustische Beleuchtung zu einem immer bedeutenderen Gestaltungsfeld. Leuchten und Lichtsysteme integrieren schallabsorbierende Oberflächen und werden so zu Elementen, die die Wahrnehmung des Raumes aktiv prägen. Sie sind nicht mehr nur Lichtquellen, sondern tragen dazu bei, Nachhall zu kontrollieren, Atmosphären zu definieren und die Qualität des räumlichen Erlebens zu verbessern.
Zu den Marken, die in diesem Bereich eine gezielte Forschungsarbeit entwickelt haben, gehört Luceplan mit Lösungen, die Lichttechnologie und akustische Materialien in Systeme integrieren, die mit der Sprache zeitgenössischer Architektur im Einklang stehen.
Projekte wie Pétale, Farel, Koinè Acoustic und Silenzio verbinden technische Paneele und Lichtquellen in Konfigurationen, die von modularen Kompositionen bis zu schwebenden Flächen architektonischer Dimension reichen. In diesen Systemen wirken diffuses Licht und akustische Behandlung zusammen und tragen zu einer ausgewogenen und komfortablen Raumatmosphäre bei.
Das modulare System Pétale schafft fließende Kompositionen im Raum: schallabsorbierende Paneele und Lichtelemente erzeugen leichte, organische Konfigurationen, die sich besonders für Büros und gemeinschaftliche Umgebungen eignen. Farel hingegen folgt einer reduzierten Formensprache. Seine große akustische Kuppel integriert die Lichtquelle und bildet eine schwebende Präsenz, die das akustische Gleichgewicht verbessert und zugleich eine klare räumliche Identität in Hospitality- und Arbeitsumgebungen definiert.
Innerhalb der Forschung von Artemide ist akustische Beleuchtung Teil eines größeren Entwicklungswegs, in dem Licht sich vom Objekt zur architektonischen Infrastruktur wandelt.
Nur Acoustic interpretiert die ikonische Leuchte von Ernesto Gismondi neu, indem sie eine schallabsorbierende Kuppel integriert, die die akustische Qualität des Raumes verbessert.
Silent Field kombiniert akustische Paneele mit Lichtmodulen und schafft schwebende Flächen, die sowohl direktes als auch indirektes Licht verbreiten – entwickelt für Arbeitsumgebungen und Contract-Bereiche. Mit Eggboard verfolgt Artemide einen stärker architektonischen Ansatz: ein modulares, schallabsorbierendes Raster, das Licht integriert und gleichzeitig zur räumlichen Organisation komplexer Umgebungen beiträgt.
Das System Hush von Martinelli Luce ist als modulare Plattform konzipiert, die schallabsorbierende Paneele und Lichtmodule in einer einzigen schwebenden Struktur vereint. Entwickelt für Open-Space- und Contract-Umgebungen, ermöglicht es die Gestaltung leichter architektonischer Kompositionen, die die akustische Qualität verbessern und zugleich Arbeitsbereiche visuell strukturieren.
Mit Isol interpretiert Astep akustische Beleuchtung als eine leichte, im Raum schwebende Präsenz. Die Kombination aus Lichtdiffusor und schallabsorbierender Oberfläche bildet eine Art visuelle und akustische Insel über Tischen und Begegnungszonen und trägt dazu bei, komfortablere und konzentriertere Arbeitsumgebungen zu schaffen.
Mit Bell entwickelt Axolight eine Pendelleuchte, die einen großen Lichtdiffusor mit schallabsorbierenden Textilmaterialien kombiniert. Ihre großzügige, umhüllende Form erinnert an das Profil einer Glocke und trägt dazu bei, den akustischen Nachhall zu mildern. Dadurch eignet sich die Leuchte besonders für Restaurants, Lounges und Hospitality-Bereiche.
Mit der zunehmenden Verbreitung offener und multifunktionaler Räume wird die Kontrolle der Akustik zu einem zentralen Thema im Interior Design. In diesem Kontext etabliert sich akustische Beleuchtung als gestalterische Antwort, die technische Leistungsfähigkeit und ästhetische Qualität miteinander verbindet und so zu mehr Komfort und zu einem ausgewogenen räumlichen Erleben zeitgenössischer Umgebungen beiträgt.